Pilates ist ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur. Entwickelt wurde es von Joseph Hubert Pilates (1883 bis 1967), einem deutschen Turner und Zirkusartisten. Pilates arbeitete lange Zeit als Berufsboxer in England, wo er die Mitarbeiter von Scotland Yard in Selbstverteidigung unterrichtete. Zur Entwicklung seines ganzheitlichen Bewegungskonzepts studierte er fernöstliche Trainingsmethoden wie Yoga und Zen-Meditation sowie die Bewegungen verschiedener Tiere. In den 1920er Jahren wanderte Pilates mit seiner Frau nach Amerika aus. Im Gebäude des „New-York-City-Ballets“ eröffneten sie ihr erstes Trainingsstudio. Nachdem Pilates das Tänzer-Ensemble des New-Yorker-Balletts trainierte, wurde er in Amerika bekannt. Tanz und Pilates sind seither untrennbar miteinander verbunden.

Beim Pilates werden durch Krafttraining, Dehnung und bewusste Atmung die tiefliegenden und meist schwächeren Muskelgruppen trainiert. Dadurch wird die Muskulatur gestärkt, die Körperhaltung und die Körperwahrnehmung verbessert. Gleichzeitig werden Koordination und Kondition trainiert und der Kreislauf angeregt. Grundlage aller Übungsabläufe ist die Konzentration, auf die in der Körpermitte befindliche Stützmuskulatur rund um die Wirbelsäule, das sogenannte „Powerhouse“.

Pilates-Bewegungen werden langsam, fließend und konzentriert und daher gelenk- und muskelschonend ausgeführt. Pilates eignet sich – unabhängig vom persönlichen Fitnesslevel – für Menschen jeden Alters, die ihrem Körper etwas Gutes tun und/oder ihre Körperspannung verbessern möchten.